Baphomets Fluch 5: Episode 2
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Details
- Bewertung
- 4,6
- Version
- 3.0.8
- Entwickler
- Revolution Software Ltd
Ich spiele Baphomets Fluch 5: Episode 2 am liebsten in ruhigen Abschnitten, nicht nebenbei zwischen zwei Benachrichtigungen. Das Abenteuer von Revolution Software Ltd setzt auf George Stobbart und Nico Collard und führt ihre Geschichte in einem klassischen Point-and-Click-Rahmen weiter. Für mich funktioniert das besonders gut, wenn man ein Gerät im Haushalt gemeinsam nutzt: Eine Person steuert, die andere beobachtet, erinnert sich an Hinweise und diskutiert die nächsten Schritte.
Der Einstieg ist dabei angenehm klar. Es handelt sich um ein kostenpflichtiges Abenteuerspiel für Android, das 4,99 € kostet und sich an Spieler ab 12 Jahren richtet. Die Altersfreigabe ist im Alltag wichtig, wenn ein Tablet oder Smartphone von mehreren Personen verwendet wird. Ich würde es nicht einfach einem jüngeren Kind überlassen, nur weil die Bedienung leicht verständlich wirkt; die Geschichte und die Atmosphäre sind eher für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene gedacht.
Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,6 bei rund 3.100 Bewertungen wirkt die Resonanz überzeugend. Gleichzeitig sollte man die Zahl der Installationen von über 10.000 nicht mit der Reichweite großer kostenloser Handyspiele vergleichen. Genau das passt aber zu meinem Eindruck: Hier geht es nicht um kurze Runden für zwischendurch, sondern um ein erzählerisches Spiel, das man bewusst startet und gemeinsam verfolgen kann.
Ein gemeinsames Abenteuer statt eines typischen Handyspiels
Warum sich das Spiel für geteilte Geräte eignet
Auf einem gemeinsam genutzten Tablet entfaltet das Spiel eine Stärke, die in der üblichen App-Beschreibung leicht untergeht. Point-and-Click-Abenteuer laden zum Mitdenken ein. Eine Person kann die Figuren bewegen und Schauplätze untersuchen, während eine zweite Person auf Details achtet, Gesprächsoptionen abwägt oder sich an einen Gegenstand erinnert, der zuvor wichtig schien. Dadurch wird aus einem Einzelspiel schnell eine kleine gemeinsame Beschäftigung.
Ich kann mir zum Beispiel gut vorstellen, abends im Wohnzimmer ein Kapitel zu spielen: Das Tablet liegt zwischen zwei Personen, einer übernimmt die Eingaben, und bei einem Rätsel wird gemeinsam laut überlegt. Das ist ein anderer Rhythmus als bei Actionspielen. Niemand muss besonders schnell reagieren, und ein kurzer Austausch ist kein Nachteil, sondern oft Teil des Vergnügens. Gerade deshalb eignet sich der Titel für Haushalte, in denen nicht jeder ein eigenes Gerät oder ein eigenes Spielkonto verwenden möchte.
Wichtig ist aber, die Erwartungen richtig zu setzen. Wer ein Spiel sucht, das man in fünf Minuten öffnet, ein paar Gegner besiegt und wieder schließt, wird hier wahrscheinlich nicht glücklich. Die Spannung entsteht aus Dialogen, Beobachtung und dem Zusammensetzen von Zusammenhängen. Ich empfinde diese Ruhe als angenehm, sie verlangt aber Aufmerksamkeit. Wenn im Hintergrund ständig jemand Videos schaut oder Nachrichten beantwortet, gehen Hinweise schnell unter.
Die Rolle von George und Nico
Die Verbindung von George Stobbart und Nico Collard trägt das Abenteuer. Beide Figuren geben der Handlung eine persönliche Richtung, statt nur als neutrale Spielfiguren durch eine Reihe von Rätseln zu führen. Für mich ist das einer der Gründe, warum sich die Episodenstruktur sinnvoll anfühlt: Man folgt nicht bloß einer Aufgabenliste, sondern möchte verstehen, wie sich die Situation der Figuren entwickelt.
Gerade beim gemeinsamen Spielen hilft es, wenn beide Mitspieler die Gespräche aufmerksam verfolgen. Ich würde Dialoge nicht einfach wegklicken, nur um schneller zum nächsten Rätsel zu kommen. Oft liegt der Wert einer Szene nicht in einem einzelnen Hinweis, sondern darin, wie eine Figur auf eine andere reagiert. Wer das Spiel mit einem jüngeren Familienmitglied spielt, kann außerdem an den Gesprächen anknüpfen und erklären, warum bestimmte Entscheidungen oder Beobachtungen wichtig sind.
Die Geschichte ist dabei kein Ersatz für ein völlig freies Rollenspiel. Das Spiel führt durch seine Szenen und Rätsel, und ich würde keine große offene Welt erwarten. Diese Begrenzung ist für mich eher eine bewusste Entscheidung als ein Mangel: Die Handlung bleibt fokussiert, während die Umgebung dazu dient, Hinweise zu finden und Zusammenhänge herzustellen.
Bedienung und gemeinsames Rätseln
Die typische Bedienlogik eines solchen Abenteuers macht es leicht, die Kontrolle weiterzugeben. Man kann sich abwechseln, ohne dass ein Wechsel der Spielfigur besondere Übung erfordert. In einem Haushalt mit einem gemeinsam verwendeten Gerät ist das praktisch: Eine Person muss nicht dauerhaft die einzige sein, die das Spiel bedienen darf.
Ich empfehle, beim Rätseln nicht sofort jede mögliche Aktion wahllos auszuprobieren. Besser ist es, zuerst den Schauplatz zu betrachten, Gespräche zu führen und sich gedanklich zu merken, welche Gegenstände oder Aussagen auffällig waren. Das klingt simpel, verhindert aber viel Frust. Besonders in einer Gruppe hilft eine kleine Absprache: Einer untersucht die Umgebung, der andere fasst die bisherigen Hinweise zusammen. So klickt man weniger planlos durch dieselben Stellen.
Ein weiterer nützlicher Ansatz ist, bei einem festgefahrenen Rätsel die Perspektive zu wechseln. Wenn ich allein spiele, neige ich dazu, an einer einmal gefassten Idee festzuhalten. Zu zweit fällt schneller auf, dass ein Gegenstand vielleicht nicht direkt benutzt werden soll, sondern zunächst ein Gespräch oder eine andere Untersuchung auslöst. Diese Art von Zusammenarbeit ist eine echte Stärke des Spiels und kein künstlich eingebauter Mehrspieler-Modus.
Was man vor der Nutzung im Haushalt klären sollte
Bei einem geteilten Smartphone oder Tablet würde ich vor dem Kauf klären, wer das Spiel hauptsächlich nutzt und wer den Fortschritt fortsetzt. Das ist keine technische Funktion des Spiels, sondern eine einfache Haushaltsregel, die viel Ärger vermeiden kann. Wenn mehrere Personen ohne Absprache spielen, können wichtige Szenen übersprungen oder Rätsel in einer anderen Reihenfolge angegangen werden, als die Gruppe es erwartet.
Ich würde deshalb einen festen Spielstand als gemeinsames Projekt behandeln. Wer allein weiterspielen möchte, sollte den anderen kurz sagen, an welcher Stelle er aufgehört hat. Ein Foto des aktuellen Bildschirms oder eine kurze Notiz mit dem letzten Hinweis kann bei einem Familiengerät schon ausreichen. So bleibt die Handlung nachvollziehbar, ohne dass man sich auf ein zusätzliches Organisationssystem verlassen muss.
Ebenso wichtig ist die Grenze zwischen App-Kauf und persönlicher Nutzung. Der Preis von 4,99 € betrifft den Erwerb des Spiels, sagt aber nichts darüber aus, wie eine Familie ihre Geräte, Konten oder Käufe organisiert. Ich würde daher vor dem Kauf prüfen, über welches Konto die App bezogen werden soll und wer im Haushalt dafür zuständig ist. Das ist besonders sinnvoll, wenn Erwachsene und Kinder dasselbe Gerät verwenden.
Alter, Atmosphäre und Vertrauen
Die Einstufung USK ab 12 Jahren sollte im gemeinsamen Haushalt nicht nur als formale Angabe betrachtet werden. Das Spiel erzählt ein Abenteuer mit Spannung und möglichen ernsteren Momenten. Für Jugendliche ab diesem Alter kann das eine gute Gelegenheit sein, ein erzählerisches Spiel gemeinsam mit einem Erwachsenen zu erleben. Bei jüngeren Kindern würde ich persönlich nicht allein nach der einfachen Steuerung entscheiden, sondern die Atmosphäre und die Reife des Kindes berücksichtigen.
Mir gefällt an diesem Ansatz, dass ein Erwachsener nicht ständig eingreifen muss. Man kann das Spiel gemeinsam beginnen, über die Geschichte sprechen und anschließend beobachten, ob sich das Kind mit den Themen wohlfühlt. Gleichzeitig würde ich keine automatische Alterskontrolle innerhalb des Spiels voraussetzen. Die Verantwortung bleibt bei der Person, die das Gerät und den Kauf verwaltet.
Für Geschwister ist eine klare Absprache noch wichtiger. Wenn ein älteres Geschwisterteil die Handlung bereits kennt, sollte es nicht ungefragt Lösungen verraten. Bei einem Rätselspiel ist das besonders ärgerlich, weil das eigene Entdecken ein wesentlicher Teil des Erlebnisses ist. Ich würde daher vereinbaren, dass Hinweise zunächst nur auf Nachfrage gegeben werden und niemand wichtige Dialoge vorwegnimmt.
Technischer Rahmen und praktische Erwartungen
Die aktuelle Version ist 3.0.8, und als Mindestvoraussetzung wird Android 4.4 genannt. Das macht den Titel grundsätzlich auch für ältere Android-Geräte interessant. Trotzdem würde ich vor der Installation prüfen, ob das konkrete Gerät genügend freien Speicher, einen gut lesbaren Bildschirm und einen zuverlässigen Akku hat. Gerade bei einem längeren Abenteuer ist ein kleines Display weniger angenehm, wenn mehrere Personen gemeinsam auf Details achten sollen.
Auf einem Smartphone kann die Nutzung unterwegs funktionieren, aber ich sehe das Spiel klar stärker auf einem Tablet oder einem größeren Bildschirm. Kleine Symbole und sichtbare Gegenstände lassen sich dann leichter gemeinsam betrachten. Wer nur ein älteres Handy besitzt, sollte außerdem bedenken, dass die Bedienung zwar nicht hektisch ist, längere Sitzungen aber durch die Bildschirmgröße anstrengender werden können.
Die Veröffentlichung am 23.07.2014 zeigt, dass es sich nicht um einen neuen mobilen Blockbuster handelt, der aktuelle Grafiktrends verfolgt. Für mich ist das kein Grund, es abzulehnen. Die Entscheidung für den Titel sollte eher davon abhängen, ob man klassische Abenteuer mit einer konzentrierten Geschichte mag. Wer moderne Effekte, permanente Belohnungen oder ein stark auf Touch-Gesten zugeschnittenes Spiel erwartet, findet wahrscheinlich passendere Alternativen.
Vergleich mit anderen Abenteuerspielen
Im Vergleich zu vielen kostenlosen Abenteuerspielen auf dem Smartphone wirkt dieser Titel entschlossener. Er versucht nicht, mich mit täglichen Aufgaben, Werbung oder kurzen Belohnungsschleifen immer wieder zurückzuholen. Das gefällt mir, wenn ich eine zusammenhängende Geschichte erleben möchte. Der einmalige Preis ist dabei leichter einzuschätzen als ein kostenloser Einstieg, bei dem später zusätzliche Käufe oder Wartezeiten den Spielfluss beeinflussen können.
Gegenüber textlastigen interaktiven Geschichten bietet das Spiel eine stärker räumliche Beschäftigung mit Schauplätzen und Gegenständen. Ich schaue nicht nur auf Dialogentscheidungen, sondern muss auch beobachten und kombinieren. Dafür ist die Freiheit geringer als bei Spielen, die viele alternative Handlungswege versprechen. Wer vor allem eigene Entscheidungen mit deutlich unterschiedlichen Ausgängen sucht, sollte diese Art von klassischem Abenteuer nicht mit einem umfassenden Rollenspiel verwechseln.
Im Vergleich zu schnellen Rätsel-Apps ist die Handlung hier der verbindende Rahmen. Einzelne Aufgaben stehen nicht völlig isoliert nebeneinander, sondern gehören zu George und Nicos Reise. Das macht den Titel für einen gemeinsamen Abend interessanter als eine Sammlung austauschbarer Denkaufgaben. Gleichzeitig kann ein einzelnes schwieriges Rätsel den Fortschritt stärker bremsen als in einer App, die einfach das nächste Minispiel anbietet.
Für wen ich den Kauf sinnvoll finde
Ich würde das Spiel Erwachsenen empfehlen, die klassische Point-and-Click-Abenteuer mögen und eine Geschichte lieber aufmerksam verfolgen als nebenbei konsumieren. Auch Jugendliche ab der angegebenen Altersstufe können viel damit anfangen, besonders wenn sie gern Hinweise sammeln und mit anderen über Lösungen sprechen. Für Eltern oder Geschwister ist es eine gute Wahl, wenn ein gemeinsames Gerät gelegentlich zum ruhigen Spielen genutzt wird.
Weniger passend ist es für Menschen, die hauptsächlich kurze, schnelle Sitzungen suchen. Auch wer Rätsel grundsätzlich überspringen möchte, wird vermutlich wenig Freude daran haben, weil gerade das Untersuchen und Kombinieren den Kern bildet. Ich würde außerdem nicht zum Kauf raten, wenn das Spiel ausschließlich von mehreren Personen ohne jede Absprache auf demselben Gerät verwendet werden soll. Die gemeinsame Geschichte verliert dann schnell ihren Zusammenhang.
Wer bereits andere Spiele der Reihe kennt, dürfte leichter in die Figuren und den Ton finden. Neueinsteiger können ebenfalls beginnen, sollten aber bereit sein, sich auf eine fortlaufende Abenteuergeschichte einzulassen. Ich würde nicht erwarten, dass jede Einzelheit sofort erklärt wird. Das ist kein Spiel, das seine gesamte Welt in kurzen Hinweisen für eilige Nutzer zusammenfasst.
Mein Umgang mit schwierigen Stellen
Wenn ich nicht weiterkomme, gehe ich zuerst alle Gespräche und untersuchbaren Stellen noch einmal geduldig durch. Danach ordne ich die vorhandenen Gegenstände nicht nach ihrer offensichtlichen Funktion, sondern nach den Personen und Situationen, mit denen sie verbunden sein könnten. Diese Denkweise ist bei diesem Abenteuer hilfreicher, als einfach jeden Gegenstand mit jedem anderen zu kombinieren.
Beim gemeinsamen Spielen würde ich außerdem eine Person als Beobachter einsetzen. Sie muss nicht ständig steuern, sondern kann auf wiederkehrende Namen, auffällige Formulierungen oder Veränderungen in der Umgebung achten. Das ist ein konkreter Vorteil gegenüber dem alleinigen Spielen: Zwei Menschen erinnern sich unterschiedlich und entdecken oft verschiedene Details. Gleichzeitig sollte man Hinweise nicht sofort als Lösung behandeln. Ein auffälliger Gegenstand kann zunächst nur die Richtung vorgeben.
Wer schnell frustriert ist, sollte sich vorab eine Pause erlauben. Ich finde, dass ein kurzer Abstand oft mehr bringt als zehn Minuten hektisches Ausprobieren. Das Spiel belohnt geduldiges Nachdenken, nicht Geschwindigkeit. Genau deshalb passt es gut zu einem gemeinsamen Abend, aber weniger zu einer lauten Umgebung, in der man ständig unterbrochen wird.
Mein Urteil für den gemeinsamen Haushalt
Für mich ist Baphomets Fluch 5: Episode 2 ein gutes Beispiel dafür, dass ein mobiles Spiel nicht laut oder hektisch sein muss, um unterhaltsam zu sein. Die Verbindung aus George Stobbart, Nico Collard, Dialogen und klassischen Rätseln eignet sich besonders für zwei Personen, die gern gemeinsam beobachten und überlegen. Auf einem Familien-Tablet kann daraus ein regelmäßiges kleines Ritual werden, sofern alle Beteiligten den Fortschritt respektieren.
Die Grenzen sind ebenso klar: Es gibt keinen Grund, den Titel zu wählen, wenn man ein schnelles Actionspiel, eine offene Spielwelt oder eine völlig freie Geschichte erwartet. Auch die Altersfreigabe ab 12 Jahren sollte im Haushalt ernst genommen werden. Wer diese Punkte berücksichtigt, bekommt ein konzentriertes Abenteuer, das sich durch seinen erzählerischen Aufbau von vielen typischen Handyspielen abhebt.
Mein persönlicher Rat lautet deshalb: Kauft es für ein ruhiges, gemeinsames Spielerlebnis und legt vorher fest, wer den Spielstand verwaltet. Der Preis von 4,99 € ist für ein bewusst ausgewähltes Abenteuer überschaubar, aber nur dann gut angelegt, wenn ihr Dialoge, Atmosphäre und Rätsel wirklich genießen wollt. Für mich ist genau diese Kombination die größte Stärke: Das Spiel funktioniert nicht als Zeitfüller, sondern als Geschichte, die man miteinander erlebt.
Revolution Software Ltd bleibt damit seiner Abenteueridee treu, und die Bewertung von 4,6 passt zu meinem insgesamt positiven Eindruck. Ich würde es besonders Haushalten empfehlen, die ein Android-Gerät teilen und nach einer Alternative zu werbegeprägten Kurzspielen suchen. Wer sich auf das langsamere Tempo einlässt, bekommt ein Spiel, über das man nach einer Szene oder einem Rätsel tatsächlich noch sprechen kann.











